IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Vorberichte vom Sonntag 13.März 2016. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga, Deutschen Eishockey Liga 2, Oberliga Süd und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga, 1.Liga West, Nordrhein-Westfalen-Liga und Regionalliga Nord.
Anläßlich der 4. Gala des Deutschen Eishockeys am 12.03. in Straubing wurden Stefan Ustorf und Max Fedra feierlich in die Ruhmeshalle des nationalen Eishockeys aufgenommen.
Im Beisein des „who is who“ des deutschen Eishockeys nahmen die Geehrten eine Urkunde,
das Hall of Fame-Trikot und die obligatorische Anstecknadel aus den Händen von Walter
Neumann (Präsident Eishockeymuseum) und Franz Reindl (DEB-Präsident) in Empfang.
Bei der von der DEL und den Straubing Tigers hervorragend organisierten Gala wurden
zudem die besten Spieler der DEL und der DEL2 geehrt.
Hinweis: das Eishockeymuseum versteigert ein Hall of Fame Trikot (Unikat mit Zertifikat) mit
den Unterschriften aller geehrten Personen (u.a. Stefan Ustorf, Max Fedra, Justin Kelly,
Patrick Reimer, Mathias Niederberger, Fabio Pfohl, Christof Kreutzer, Christoph Schubert,
Michael Wolf) – den Versteigerungslink erreichen Sie unter www.eishockeymuseum.de
nachfolgend ein paar Fakten:
Stefan Ustorf:
1013 Liga-Spiele (davon Bundesliga 116, DEL 532), 128 Länderspiele (u.a. als Kapitän der
Nationalmannschaft), 3x WM, 1x B-WM, 3x Olympia, 54 NHL-Spiele, 6x Deutscher Meister,
aktuell sportlicher Leiter bei den Eisbären Berlin
Max Fedra
von 1973 - 1988 insgesamt 353 Ligaspiele (Bundesliga, 2. Bundesliga, Oberliga,
Regionalliga) - 177 Punkte, 327 Strafminuten,
Manager in Landshut, München, Hamburg und zuletzt von 2005 - 2013 in Augsburg
Vizemeister 95 mit Landshut, Meister 99/00 mit München, Vizemeister 2010 mit Augsburg
Eispiraten Crimmitschau: Trikotversteigerung findet großen Anklang - Playoff-Auswärts-Jerseys bei Fans heiß begehrt(DEL2) Mit großem Erfolg ist die Versteigerung der original Playoff-Auswärts-Trikots im Rahmen der Abschlussfeier am Freitagabend (11.03.2016) im Clubhaus Crimmitschau zu Ende gegangen. Die originalen Spieler-Jerseys weckten bei den Fans großes Interesse. Am begehrtesten war am Ende das Trikot von Eispiraten-Stürmer John Tripp, welches erst nach einem Maximalgebot von 555,00 € seinen neuen Eigentümer gefunden hatte.
Mit einem Abstand, aber dennoch mit einem beachtlichen Höchstgebot, landete das Trikot von Torhüter Ryan Nie, das mit 415,00 € ebenfalls einen Spitzenwert im Vergleich der letztjährigen Preise erreichte. Begehrt war zudem das Trikot von Stürmer Alexander Höller, welches immerhin 265,00 € erzielte, bevor der Zuschlag für den Höchstbietenden erfolgte.
Alle Jerseys fanden neue Eigentümer, welche ihre ersteigerten Heimspieltrikots direkt in Empfang nehmen durften. Die Eispiraten Crimmitschau freuen sich über die große Beteiligung und das rege Interesse. Insgesamt erzielte die Versteigerung eine Endsumme von 4.245 €. Den neuen Eigentümern wünschen die Westsachsen zugleich viel Freude an ihren exklusiven Sammlerstücken.
Hiobsbotschaft für die Bayreuth Tigers(OLS) Die Play-off-Serie des EHC Bayreuth gegen Deggendorf war noch keine Minute alt, da ereilte den Vizemeister ein schwerer Rückschlag der unvorhersehbaren Art,
Topsorer Bartosch knallte bei seinem ersten Wechsel so unglücklich in die Bande, dass er sich eine schwere Hüftverletzung zuzog und im Krankenhaus behandelt werden musste.
Leider war die Diagnose dann so schwer, dass für den sympathischen Außenstürmer, der erst kürzlich seinen Vertrag um 2 weitere Jahre verlängert hat, diese Spielzeit beendet ist, obwohl er zuvor die ganze Saison über noch keine Minute verpasst hatte.
„Ich bin schon wieder zuhause und es geht mir den Umständen entsprechend gut, so dass ich vielleicht Dienstag als Zuschauer im Stadion schon wieder das Team unterstützen kann. Aber die Ärzte sprechen von Minimum 8 Wochen Ausfallzeit, danach ist aber zumindest alles wieder in Ordnung und ich kann mich ohne Probleme oder gar Folgeschäden auf die neue Spielzeit vorbereiten“, lässt er den besorgten Fans ausrichten.
Die sportliche Leitung und der ganze Club wünschen ihm gute Genesung und dann in alter frische wieder zurück am Eis in der nächsten Saison.
Deggendorfer SC mit Auftaktniederlage bei den Bayreuth Tigers(OLS) Keinen guten Start in die Playoffs hatte der Deggendorfer SC am
Freitag Abend in Bayreuth, denn die Zessackschützlinge verloren zum
Auftakt das erste Spiel der Playoffserie mit 5:1.
Von Beginn an machten die Tigers Druck und wollten zeigen, wer der
Chef im Hause war. Der DSC versuchte von Anfang an, Beton in der
eigenen Abwehr rund um Torhüter Daniel Filimonow anzurühren, um es den
Franken mit ihren stürmischen Angriffen möglichst schwer zu machen,
ein Tor zu erzielen. Dies funktionierte allerdings nur bis zur achten
Spielminute. Zwei Deggendorfer saßen zu der Zeit auf der Strafbank und
die Tigers konnten in Person von Andreas Geigenmüller das erste Mal
einnetzen. Dies war gleichermaßen der Zwischenstand nach dem ersten
Drittel.
Im zweiten Abschnitt legte Bayreuth erneut los wie die Feuerwehr und
so konnten sie per Doppelschlag in der 25. und 28. Spielminute auf 3:0
davonziehen. Wieder nur drei Minuten später kam dann nochmal Hoffnung
im Deggendorfer Lager auf. Robin Slanina verwertete einen gut
gespielten Querpass von Arthur Platonow zum zwischenzeitlichen 3:1.
Allerdings währte diese Hoffnung nicht lange. In der 36. Spielminute
verwertete der Bayreuther Fedor Kolupaylo einen Abpraller im Powerplay
zum 4:1. Im letzten Abschnitt ließ die Bayreuther Dominanz etwas nach
und die Deggendorfer erspielten sich ein paar wenige Chancen, jedoch
ohne nennenswerten Erfolg. Erfolg hatten auf der Gegenseite allerdings
noch einmal die Hausherren, die in der 60. Minute im Powerplay den
Deckel drauf machten und das 5:1 und damit den Endstand erzielten.
Nach dem Spiel zeigte sich DSC-Coach Christian Zessack unzufrieden mit
der Leistung seines Teams, man habe über 60 Minuten keine Kufe aufs
Eis gebracht und ist nur hinterhergelaufen. Bereits am Sonntag hat die
Mannschaft die Chance, es besser zu machen, denn dann gastieren die
Bayreuther um 18:30 Uhr in Deggendorf.
EV Regensburg: Spiel zwei der ersten Playoff-Runde steigt in Weiden(OLS) Die Spannung steigt erneut ins Unermessliche. Am heutigen Sonntagabend kämpft der EV Regensburg ab 18.30 Uhr im Weidener Hexenkessel um den nächsten Sieg in den Playoffs.
Holprig, ja schwieriger als gedacht war der Start in die heißeste Phase der Saison für den Hauptrundenmeister. Nach zehn Tagen Pause stotterte der Motor so richtig und es bedarf einer Verlängerung, in der Nikola Gajovsky mit seinem goldenen Tor den 3:2-Endstand und Sieg Nummer eins über den Rivalen aus der nördlichen Oberpfalz besorgte. Die heimischen Anhänger machten sich während den ersten 60 Minuten große Sorgen und bescheinigten den Blue Devils Weiden, dass sie einfach schon im Playoff-Rhythmus sind. Auch die beiden Trainer waren derselben Meinung. Wen wundert das auch, haben die blauen Teufel doch schon drei Pre-Playoff-Partien gegen Sonthofen in den Knochen.
Nach vier Spielen in sieben Tagen gab sich Weidens Trainer Markus Berwanger schon vorsichtig optimistisch beim Ausblick auf die heutige Partie. Er hoffe, dass sein Team erneut solch eine Energieleistung vor heimischer Kulisse abrufen könne, so der erfahrene Übungsleiter, der auch in der neuen Saison hinter der EVW-Bande stehen wird. Er weiß aber ganz genau, dass in der Hans-Schröpf-Arena ein komplett anderer EV Regensburg auftreten wird. Die Domstädter wollen das Spiel von Donnerstag als Warnschuss verbuchen und zurück zu gewohnter Stärke finden. Vor allem im Überzahlspiel haben die Schützlinge von Doug Irwin Nachholbedarf, sodass die Zuschauer auf einen top motivierten EVR hoffen können. Regensburg kann dabei beinahe auf sein bestes Aufgebot zurückgreifen, lediglich Tomas Gulda muss sich noch gedulden und sollte in spätestens zwei Wochen wieder im Kader stehen.
Weiden gegen Regensburg ist neben dem heißen Playoff-Kampf sowieso immer ein brisantes Derby und das machte auch schnell der Donnerstagabend klar. Zwar fehlte dem Spiel die nötige Intensität, die die Playoffs so attraktiv machen, doch in diesen Spielen ist die Tabellenplatzierung nach der Hauptrunde Schnee von gestern. Schnell war für Regensburg die 2:0-Führung verspielt und Weiden hatte plötzlich die Oberhand. Es wird auch heute Abend nichts für schwache Nerven werden. Aus der Hauptstadt der Oberpfalz wird mit bis zu 1.000 Schlachtenbummlern gerechnet, die ihre Farben zum nächsten Sieg peitschen möchten.
Die Verantwortlichen der Blue Devils Weiden reagieren auf den hohen Zuschauerzuspruch und öffnen bereits die Stadiontore um 16.45 Uhr, um den Einlass zu entspannen. Stehplatzkarten und vereinzelte Rest-Sitzplatztickets gibt es noch an der Abendkasse zu erwerben. Allen Fans, die noch keine Karte besitzen, rät der EVR zu einer frühen Anreise. Alle die, die nicht mit vor Ort sein können, haben wie gewohnt die Möglichkeit, das Geschehen hautnah unter www.evr-liveticker.de zu verfolgen.
Hamburger SV: Der Triumph der Jungspunde(OLN) Wer nach dem morgendlichen Training den Kader des Hamburger SV für das erste Relegationsspiel am Samstagabend gegen FASS Berlin betrachtete, dem konnte Angst und Bange werden: Mit Mike Piluso (weiterhin Leistenprobleme) und Justin Parks (Haut-OP) fielen beide (!) Kontigentspieler aus, auch Robin Richter (Grippe) war nicht einsatzfähig. Aufgefüllt wurde der Kader mit einer Reihe aus der DNL-Mannschaft.
Trotzdem begann die Mannschaft engagiert und kam früh zum Führungstreffer durch Jannik Höffgen – begünstigt durch die zu Beginn recht undisziplinierte Spielweise der Berliner. Es entwicklete sich dann ein ausgeglichenes Spiel auf überschaubarem Niveau – Abstiegskampf eben. Auch in Drittel zwei setzte sich das Szenario fort – und der HSV legte nach: der an diesem Abend ganz starke Constantin Koopmann sorgte mit einem Doppelpack für ein eigentlich beruhigendes 3:0. HSV-Goalie Maxi Franzreb machte die Begegnung allerdings unfreiwillig mit einem kapitalen Fehler wieder spannend – FASS nutzte seinen Scheibenverlust hinter dem eigenen Tor in Unterzahl zum 1:3.
Im letzten Abschnitt gelang es der jungen HSV-Mannschaft dann allerdings erstaunlich sicher, die Scheibe vom eigenen Tor wegzuhalten – die Führung war bis zum Schluß nur noch selten gefährdet.
Am Ende also mit einem 3:1 (1:0,2:1,0:0) ein Auftakt nach Maß für das Team vom Chaapin Landvogt – das sich erneut auf den bärenstarken Hamburger Nachwuchs verlassen konnte.
(OLN) Der Herner EV musste sich am Freitagabend im ersten Playoff-Spiel im Sparkassen Eisdome gegen die Saale Bulls Halle mit 5:2 geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen Bilanz während der regulären Saison können die Hallenser so den ersten Schlagabtausch in der Best-of-Five-Runde für sich entscheiden.
Dabei standen sich über weite Strecken des Spiels zwei ebenbürtige Mannschaften gegenüber. In einer hochklassigen Partie sahen die Zuschauer im nicht komplett ausverkauften Eisdome zu Beginn das Team aus Halle mit den ersten Abschlüssen, doch jedes Mal konnte Wendler die Möglichkeiten entschärfen. So kamen dann auch die Jungs vom Gysenberg zu ihren Chancen, in der 13. Minute scheiterte beispielsweise Ackers nur knapp am Goalie der Hallenser, Sebastian Albrecht. Alles in allem neutralisierten sich die beiden defensiv sehr gut aufgestellten Teams jedoch im ersten Drittel derart, dass es nach 20 Minuten mit 0:0 in die Pause ging, bevor im zweiten Drittel der offene Schlagabtausch folgen sollte.
Bereits nach 36 Sekunden im zweiten Drittel konnten die Bulls aus Halle die Herner Defensive überwinden und so das 1:0 einleiten. Doch siegeshungrige Herner brauchten nicht lange um den Schock zu überwinden, keine Minute später kam es zu einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor der Hallenser, nach welcher der 1:1 Ausgleich zwar Nieberle zugeschrieben wurde, aber durch einen eigenen Mann erzielt wurde. Das Spiel nahm danach zusehends an Fahrt auf und so konnte Hugo Turcotte in der 30. Minute nach einer hervorragenden Einzelarbeit sogar die 2:1 Führung für das Team vom Gysenberg erzielen. Leider ließ auch dieses Mal der Ausgleichstreffer keine Minute auf sich warten, so erzielte Habermann von den Saale Bulls Halle in der 31. Minute das 2:2. In der 36. Minute gelang es der Heimmannschaft dann erneut, die Defensive des HEV auszuspielen, somit ging es für das Team von Frank Patrozza mit einem 3:2 Rückstand in das letzte Drittel.
Im letzten Drittel schien es dann, als ob den stark kämpfenden Hernern gegen Ende des Spieles die Beine immer schwerer wurden und so ließ sich der vierte Gegentreffer in der 45. Minute nicht mehr verhindern. Als die Herner in der 54. Minute durch ein Foul von Ackers in Unterzahl gerieten, gelingt den Hallensern eine Minute später der nicht unverdiente Treffer zum 5:2 Endstand.
Trainer Frank Patrozza misst der Niederlage nach Ende der Partie jedoch keine übergroße Bedeutung zu und blickt optimistisch auf das Heimspiel am Sonntag: „Das war ein Spiel, am Sonntag geht es weiter!“, gibt sich Petrozza kämpferisch. Am Sonntag will die frisch gekürte Herner Mannschaft des Jahres um 18 Uhr 30 vor einer großartigen Kulisse am Gysenberg für die Wende sorgen.
Keine Zeit zum Trauern - Wanderers Germering unterliegen in letzter Sekunde vor Rekordkulisse(BYL) Es hat nicht sollen sein. Mit einem Heimsieg gegen den EHF Passau hätte die Mannschaft von Trainer Alfred Weindl die Relegationsserie vorentscheiden und die Weichen für ein weiteres Jahr Bayernliga stellen können. Alle Hoffnung zunichtemachte89 eine Sekunde vor Schluss der Gast aus Niederbayern und erzwingt damit Spiel drei, welches bereits am morgigen Sonntag ausgetragen wird.
Die Brisanz der Partie hatte sich über den Landkreis herumgesprochen, sodass das Polariom mit fast 1.000 Zuschauern eine gebührende Kulisse bot. Mit einem Spruchband und hunderten Luftballons hatte der Fanclub „Freaky Family“ eine starke Choreographie vor Spielbeginn auf die Beine gestellt. "Daran glaub - dafür kämpfen - danach feiern!", titelte der rund 20 Meter lange Banner und sollte ein klares Zeichen Richtung Mannschaft senden.
Vorwerfen können die Fans ihrem Team jedoch wenig. Über volle 60 Minuten riefen Kapitän Matthias Dosch und Kollegen eine kämpferische Leistung ab und waren augenscheinlich auch die spielbestimmende Mannschaft. Einzig mit der Fülle an Torchancen gingen die Hausherren fahrlässig um und verpassten es vor allem im Mittelabschnitt den Sack sprichwörtlich zuzumachen.
In den ersten 20 Minuten sahen die Zuschauer noch einen offenen Schlagabtausch, der aus Sicht der Wanderers unglücklich begann. Gleich mit der ersten Möglichkeit gelang es dem EHF in Person von Patrick Geiger in Führung zu gehen. Genug Möglichkeiten den Rückstand noch vor dem ersten Pausentee zu egalisieren waren zu genüge vorhanden, wurden aber durch Ladehemmungen in der Offensive oder durch den stark aufgelegten Christian Hamberger im Tor der Gäste vereitelt. In der 15. Spielminute ertönte bereits die Tormelodie, verstummte aber kurze Zeit später wieder. Hauptschiedsrichter Roland Wittmann entschied auf ein Schlittschuhtor, welches nach Regelwerk nicht zulässig ist. Die nächste Möglichkeit den Ausgleich zu erzielten hatte J.C. Cangelosi nur kurze Zeit später. Der sonst so treffsichere Amerikaner scheiterte jedoch bei einem ihm zugesprochenen Penalty an EHF-Schlussmann Hamberger.
Nach der Pause wurde der schwarz-gelbe Anhang endlich erlöst. Trotz personeller Unterzahl gelang es Benedikt May die Hartgummischeibe zum verdienten Ausgleich in die Maschen zu drücken! Keine zwei Minuten später hatte J.C. Cangelosi und Martin Dürr die wohl beste Chance nachzulegen. Doch wieder fand man in Hamberger seinen Meister. Drei Minuten vor dem erneuten Ertönen der Pausensirene gab es zum zweiten Mal mächtig Diskussionsstoff auf und neben dem Eis. Wieder wurde ein Tor der Wanderers aberkannt – wieder entschied Wittmann auf ein unerlaubtes Schlittschuhtor.
Damit wurde die Entscheidung auf das Schlussdrittel vertagt, indem es lange Zeit nach einem Sieg der Wanderers aussah. Nach fünf wiedergespielten Minuten gelang es J.C. Cangelosi die erstmalige Führung für seine Farben herbeizuführen und platzierte einen Nachschuss von Christian Czaika unhaltbar hinter der Torlinie. Darauffolgend verpassten die Hausherren das dritte Tor zu erzielen und wurden dafür bitterböse bestraft. In das Rampenlicht stellten sich die Unparteiischen fünf Minuten vor Schluss. Obwohl keiner der drei Spielleiter das angebliche Foul der Wanderers eindeutig sah, entschieden sie sich im Kollektiv eine zweiminütige Strafzeit auszusprechen. Dieses Geschenk nahm Passau dankend an und erzielte in der 57. Spielminute zum großen Jubel der über 100 mitgereisten schwarz-roten Anhänger den 2:2 Ausgleichstreffer. Die Spannung im Polariom stieg dadurch ins unermessliche und alles deutete auf eine Verlängerung hin. Doch auf weiteren Nervenkitzel verzichten wollte Patrick Geiger und schoss seine Mannschaft exakt eine Sekunde vor Schluss mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum Sieg.
Dementsprechend ernüchternd waren die Gesichter auf den Tribünen kurz nach Spielende. Dennoch entwickelte sich recht schnelle eine „Steh-Auf-Mentalität“ und so wurden alle Akteure auf dem Eis mit Applaus verabschiedet. Trotz der schmerzhaften Niederlage hat die große Kreisstadt am morgigen Sonntag die Möglichkeit, die Serie auf fremden Eis zu entscheiden und somit den Klassenerhalt einzufahren. Spielbeginn in Niederbayern ist um 18:30 Uhr.
Wie vergangene Woche ist auch bei dieser Partie einiges zu beachten. Da die „Black Hawks“ an diesem Tag erneut mit einem gut gefüllten Haus rechnen, ist für die Gastmannschaft ein Stehplatzkontingent von mindestens 50 Stehplätzen hinterlegt. Wer einen Sitzplatz ergattern möchte oder Bedenken hat, dass das ausgeschriebene Kontingent nicht ausreicht, kann via E-Mail (ticketing @blackhawks-passau.de) „on top“ Karten vorbestellen. Alle Tickets müssen bis spätestens 18:00 Uhr an der Abendkasse bezahlt und abgeholt werden. Für eine Sitzplatzreservierung wird zusätzlich die Preiskategorie benötigt. Alle Eintrittspreise und weitere Informationen zum Vorverkauf sind auf der gegnerischen Internetseite (www.blackhawks-passau.de) zu entnehmen.
Durch die weiterhin andauernde Messe ist die Parkplatzanzahl vor dem Stadion immer noch deutlich begrenzt. Allen Autofahrern wird daher das Parkhaus am Messepark (Pionierstraße 3, 94036 Passau) empfohlen.
Alle Wanderers-Fans sind angehalten ihre Mannschaft im definitiv letzten Saisonspiel noch einmal kräftig zu unterstützen. Noch ist nichts verloren und gemeinsam wollen Mannschaft und Fans am Sonntagabend das Unmögliche möglich machen!
Perfekter Halbfinal- Auftakt für die EV Lindau Islanders (BYL) Die EV Lindau Islanders haben einen perfekten Auftakt ins Halbfinale der Bayernliga hingelegt. Beim EHC Waldkraiburg siegten die Lindauer verdient mit 5:2 (0:0, 4:1, 1:1) und gingen in der Best of Five - Playoff- Serie mit 1:0 in Führung.
Von Anfang an war beiden Mannschaften vor 956 Zuschauern der Respekt voreinander deutlich anzumerken. Die Teams agierten zurückhaltend, teilweise etwas nervös, waren vor allem aber darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Obwohl die Abwehrreihen zunächst dominierten, gab es aber durchaus nennenswerte Torchancen. Zwei davon hatten in der Anfangsphase die Gastgeber – beide durch den emsigen Martin Führmann, aber auch Marko Babic ging zu Beginn einmal rechts durch, scheiterte aber an EHC- Keeper Vetter. Auch die erste Überzahl brachte den Islanders keinen Erfolg. Im Gegenteil: Beppi Mayer musste bei einem Break gegen Jakub Marek einen Rückstand verhindern. Danach waren wieder die Lindauer dran. Zweimal scheiterte Michal Mlynek nur knapp bei schnellen Gegenzügen an Vetter.
Die größte Chance zur Führung hatten aber kurz vor der Pause die Oberbayern. In Überzahl hatte Mayer zunächst einen Schuss abwehren können, den Nachschuss von Nico Vogl blockte Marko Babic vor der Linie liegend spektakulär. „Das war sicher eine Schlüsselszene“, sagte EVL- Trainer Sebastian Buchwieser. „Der Schussblock war wichtig von Marko, dadurch sind wir nicht in Rückstand geraten.“
Mit dem guten Resultat nach 20 Minuten agierten die Lindauer fortan immer selbstbewusster und spielfreudiger. Auch machten die Islanders den konzentrierteren Eindruck. So nutze Tobias Fuchs nach 22 Minuten einen Scheibenverlust des Gegners, um sich durchzusetzen und flach zum 0:1 einzuschießen. Was folgte war ein eindrucksvoller Auftritt des EVL. Bei einer Doppelchance hätten Mlynek und Martin Sekera schnell das 0:2 folgen lassen können, beide scheiterten aber ebenso wie Sekera ein wenig später bei einem Konter (27.). Eine Minute später jubelten die Islanders erneut – allerdings gaben die Unparteiischen den Treffer von Johann Katjuschenko wegen hohen Stocks zurecht nicht.
Es dauerte allerdings nicht lange, ehe die Gäste dann doch den zweiten Treffer nachholen konnten. Nach einer halben Stunde machten die Lindauer wieder viel Druck auf Vetters Tor, der konnte einen Fuchs- Schuss nur abprallen lassen und Marko Babic war es, der den Puck im Liegen über die Linie drückte. Die Hausherren hatten sich von diesem Schlag noch nicht erholt, dann folgte schon der nächste. In Überzahl drehte sich der angespielte Philipp Haug blitzschnell und legte die Scheibe per Rückhand zum 0:3 neben den Pfosten (33.).
Auch das erste Tor der Löwen, erzielt von Daniel Hämmerle nach 35 Minuten, begünstigt durch einen Lindauer Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie, brachte die Gäste nicht von Ihrer Linie ab. Waldkraiburg kam kurzzeitig besser ins Spiel, aber die taktisch glänzend eingestellten Islanders verstanden es immer wieder, den EHC daran zu hindern, Tempo aufzunehmen. So waren es dann auch die Lindauer, die noch enimal zuschlugen. Eine Minute vor der Pause legte Sekera herrlich quer auf Mlynek, der Vetter noch schnell austanzte und das 1:4 erzielte.
Kurz nach Wiederanpfiff entschieden die Islanders dann die Partie. Gerade einmal zweieinhalb Minuten waren gespielt, als Sascha Paul einen Rückpass von Mlynek zum 1:5 ins Tor hämmerte. Ein ähnlich verdeckter Schuss ließ zwar noch einmal die Löwen jubeln (47.), aber Christof Hradeks Treffer zum 2:5 setzte beim EHC keine Kräfte mehr frei. Zu konsequent agierten die disziplinierten Islanders in der Defensive, blockten weiterhin viele Schüsse und die die durchkamen, waren eine sichere Beute des souveränen Beppi Mayer.
Mit diesem 5:2- Sieg haben die EV Lindau Islanders nun das Heimrecht an den Bodensee geholt und auf jeden Fall noch mindestens zwei Heimspiele in dieser Saison. Das erste folgt schon am Sonntag und wird sicher eine Waldkraiburger Mannschaft sehen, die gleich wieder zurückschlagen möchte.
(BYL) Spiel 1 im Playoff-Halbfinale der Eishockey-Bayernliga geht an den Titelträger EV Lindau. Am Freitagabend unterlag der EHC Waldkraiburg nämlich dem amtierenden Meister verdient mit 2:5. Bitter, dass das Team von Trainer Rainer Zerwesz im bislang wichtigsten Spiel der Saison eine der schwächsten Leistungen zeigte, doch noch ist nichts verloren- schließlich heißt der Modus der Serie „Best-of-5“ und schon am Sonntag geht es am Bodensee weiter!
EHC-Coach Rainer Zerwesz konnte gegen den Bayerischen Meister personell aus den Vollen schöpfen: Ganze 20 Mann standen auf dem Spielberichtsbogen auf Seiten der Löwen, doch Quantität ist eben nicht alles. Die Gäste vom Bodensee kamen nämlich zwar mit „nur“ 18 Mann, doch sind diese zum Großteil sehr erfahren und haben im Hockey schon eine Menge erlebt; sie wissen genau, was jetzt in den Playoffs zählt und waren auch nicht so nervös, wie vielleicht mancher Akteur auf Seiten der Gastgeber. „Ich habe schon beim Warmmachen gemerkt, dass es schwer wird“ erklärte Löwen-Trainer Zerwesz, der die ersten Aufwärmübungen seiner Spieler mit seinem ehemaligen Teamkollegen Bernd Kühnhauser auf der Tribüne verfolgte. Fehlpässe und große Unsicherheit habe man bei vielen Spielern gesehen, berichtete Zerwesz am Tag danach: „Ich weiß nicht, ob sich einige zu viel Druck gemacht haben, aber solche Tage gibt es mal“ so der 47-Jährige weiter.
Doch die Verunsicherung sollte auch im Spiel zu verfolgen sein, die Löwen hatten ihre liebe Mühe mit dem Meister vor knapp 1000 Zuschauern. Zwar fielen im ersten Drittel noch keine Tore, da EHC-Keeper Patrick Vetter souverän blieb und die Löwen gleichzeitig stets ihren Meister im starken Lindauer Schlussmann Josef Mayer fanden, doch war man oft nicht richtig am Gegenspieler, ließ den Islanders oft zu viel Platz. „Wir haben zum einen nicht gut gespielt, Lindau dann aber auch die Tore wirklich geschenkt“ ärgerte sich Rainer Zerwesz auch noch nach der Partie. „Da war kein Tor wirklich extrem stark herausgespielt- klar, Lindau hat eine extrem gute Mannschaft mit richtig, richtig guten Spielern, aber wir haben auch einfach zu wenig gemacht“ so Zerwesz weiter.
Dass der EHC im mittleren Drittel gerne mal einen Hänger hat, daran haben sich die Anhänger der Löwen gewöhnt und damit kommt man auch klar- eigentlich. Denn das zweite Drittel gegen Lindau ging diesmal mächtig in die Hose. Tobias Fuchs traf zunächst kurz nach Anpfiff zur erstmaligen Führung für die Gäste (21:51) und die ließen sie sich an diesem Abend auch nicht mehr nehmen. Top-Torjäger Marco Babic legte keine acht Minuten später nach und stellte auf 2:0 (29:27), Verteidiger Philipp Haug erhöhte keine 150 Sekunden drauf in Überzahl auf 3:0 (32:02). „Wir hatten schon ein paar Chancen, aber machen das Tor nicht. Und Lindau trifft dann eben und mit der Führung im Rücken lassen sie die Scheibe natürlich laufen. Da spielen sie ihre Erfahrung aus und du kommst selbst gar nicht mehr in die Zweikämpfe“ analysierte der EHC-Trainer nach der Begegnung, in der Daniel Hämmerle zwar noch verkürzen konnte (34:11), doch Michal Mlynek noch vor dem zweiten Pausenpfiff den alten Abstand wieder herstellte (38:52).
Den Schlussdurchgang eröffneten wieder die Gäste mit einem Treffer (42:21), Christof Hradeks Tor zum 2:5-Endstand (46:33) war nur mehr eine Randnotiz. Die Löwen müssen sich steigern, doch ging EHC-Coach Rainer Zerwesz davon aus, dass dies gelingen wird: „Noch ist nichts verloren. Der Modus heißt Best-of-5, da geht immer noch was. Selbst wenn wir das zweite Spiel verlieren sollten- in den Playoffs kann alles passieren und wir werden alles geben!“
Eisadler Dortmund gewinnen Derby und gehen in die Sommerpause(1LW) Die Dortmunder Eisadler haben das zweite Halbfinalspiel gegen die Hammer Eisbären mit 4:3 gewonnen. Nach der 4:0 Niederlage im Hinspiel reichte es damit aber nicht für den Finaleinzug gegen die Ratinger Ice Aliens.
Sie haben noch einmal alles versucht, die Spieler der Dortmunder Eisadler. Aber am Ende muss man sagen, dass die Hürde aus dem Hinspiel doch zu groß war.
Die Dortmunder agierten wie angekündigt von Beginn an kämpferisch und offensiv. Doch das erste Tor fiel auf Seiten der Gäste. Kevin Thau brachte die Eisbären in Führung. Es dauerte nun knapp fünf Minuten, ehe Malte Bergstermann den verdienten Ausgleich erzielte. Die Eisadler erspielten sich nun einige gute Chancen, doch spätestens bei Sebastian May im Tor der Gäste war Schluss. Und nicht nur das, knapp zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels, schoss Ibrahim Weißleder die Gäste erneut in Front.
Im zweiten Drittel war es dann Jiri Svejda, der für den erneuten Ausgleich sorgte. Die Fans schöpften nun wieder Hoffnung und das Team von Trainer Krystian Sikorski kämpfte aufopferungsvoll um in Führung zu gehen. Doch selbst eine 5:3 Überzahlsituation kurz vor Ende des zweiten Drittels, verteidigten die Gäste clever und man ging mit einem 2:2 in die Kabine.
Auch im letzten Drittel setzten die Gastgeber alles auf eine Karte und starteten einen Angriff nach dem anderen. Doch wie schon zuvor erzielten die Eisbären das erste Tor. Dieser Führungstreffer wurde jedoch bereits 20 Sekunden später durch Constantin Wichern wieder egalisiert, und knapp eine Minute später gingen die Eisadler das erste Mal in Führung. Matthias Potthoff erzielte das 4:3, doch die ausstehenden 13 Minuten reichten einfach nicht, um die Sensation gegen die Eisbären noch zu schaffen.
Trotz des Ausscheidens im Halbfinale blieb somit am Saisonende ein erneuter Derbysieg gegen den Nachbarn aus Hamm, den die Fans auch nach dem Spiel ausgiebig feierten.
Insgesamt muss man sagen, dass sich die Eisadler auch in dieser Saison wieder hervorragend geschlagen haben. In der Meisterrunde den zweiten Platz zu erreichen und dabei so Schwergewichte wie Hamm, Lauterbach Dinslaken und Neuss hinter sich zu lassen, ist schon etwas, worauf man stolz sein kann. Selbst der Tabellenführer aus Ratingen konnte zuletzt zwei Mal in Folge besiegt werden.
Die Mannschaft, die den Dortmundern in dieser Saison am meisten Probleme bereitet hat, waren zweifellos die Eisbären aus Hamm. Und eben gegen dieses Hammer Truppe ist man nun erhobenen Hauptes im Halbfinale ausgeschieden.
Vielleicht hätte man gegen Ratingen oder Lauterbach das Finale erreicht, vielleicht wäre man auch weitergekommen, wenn es ein drittes Play-Off und somit 2 Heimspiele gegeben hätte. Aber das sind alles nur Spekulationen. Unser Glückwunsch geht nach Hamm, sie waren über die zwei Spiele hinweg das bessere Team, und stehen somit verdient im Finale gegen Ratingen.
Uns bleibt jetzt vor der Sommerpause nur noch, uns bei unseren fantastischen Fans zu bedanken, die immer hinter der Mannschaft gestanden haben, auch wenn es mal nicht so rund lief. Wie Ihr teilweise Auswärtsspiele in stimmungstechnische Heimspiele verwandelt habt, das war schon sensationell.
Dem neuen Verband wünschen wir für die Zukunft viel Erfolg und ein glückliches Händchen. Die Eishockeyfans sehnen sich nach klaren Strukturen und sinnvollen Regularien mit einem spannenden Spielmodus.
Und am Ende heißt es auch noch Abschied zu nehmen. Malte Bergstermann, Eisadler der Stunde null, hat gestern sein letztes Spiel für uns gemacht. Bei seinen nun anstehenden Unternehmungen wünschen wir ihm alles Gute und viel Spaß und Erfolg. Vielen Dank, dass Du solange den Weg der Eisadler mitgegangen bist und dabei einen großen Anteil an dem Erfolg der Mannschaft hattest. Die vielen Trikots mit der “77“ auf der Tribüne, sind die beste Belohnung, die ein Spieler für seinen Einsatz bekommen kann.
In diesem Sinne wünschen die Dortmunder Eisadler allen eine schöne Sommerpause.
Ratingen marschiert weiter ins Finale, Lauterbach in die Sommerpause!(1LW) Auch in der zweiten Halbfinalbegegnung zeigten die Ice Aliens von Anfang an die gegen ihren widerspenstigen Gegner erforderliche Ernsthaftigkeit und gewannen das Rückspiel am Ratinger Sandbach mit 6:3 (2:0; 2:2; 2:1). Das Team von Coach Alexander Jacobs führte in einem fairen Spiel aufgrund einer engagierten Leistung nach 30 Minuten bereits mit 4:0. Nach diesem „zu sicheren“ Vorsprung ließen die Außerirdischen ihre Konkurrenten aber ins Spiel finden, sodass sich die Luchse auf 4:3 heranarbeiteten, bevor das Heimteam wieder konzentriert Ernst machte.
Im zweiten Halbfinale des Freitagabends verlor Lippe-Hockey-Hamm zwar das Rückspiel in Dortmund mit 3:4, zog aber aufgrund der besseren Tordifferenz ebenfalls ins Finale ein.
Schlag auf Schlag geht es jetzt weiter: Das erste Finale der Serie „best of three“ wird bereits am Sonntag, den 13.03.2016, um 18:00 Uhr in der Eissporthalle am Sandbach angepfiffen.
Die Zuschauer haben an diesem Sonntag also die Chance, ein spannendes, erstes Finale zu sehen, können aber – Dank eines Gönners und Aliens-Marketingleiter Bernd Teege – beim Puckwerfen in der zweiten Drittelpause ebenfalls einen 32 Zoll Full HD-Fernseher von LG gewinnen.
Zurück zum Spiel: Die Aliens übernahmen von der ersten Minute an sofort die Initiative und setzten ihre hessischen Kontrahenten – nicht nur während zweier Strafzeiten gegen die Luchse – schwer unter Druck. Lauterbach kam so gut wie gar nicht zur Entfaltung und Štěpán Kuchynka (Dennis Fischbuch/Milan Vanek) sowie Pascal Behlau (Marvin Moch/ Kevin Wilson) schlugen nach gekonnten Spielzügen der Ratinger im ersten Drittel mit jeweils einem Tor in der 8. bzw. 12. Minute zum 2:0 zu. Auch im zweiten Drittel setzte sich diese Überlegenheit zunächst weiter fort. Einen Schlagschuss auf das Lauterbacher Tor fälschte Benjamin Musga (Simon Migas/Maurice Musga) zum 3:0 ab. In der 31. Minute erlief sich ein mit Hochgeschwindigkeit direkt von der Strafbank quer über die Eisfläche durchstartender Simon Migas einen Ratinger Befreiungsschlag, passte perfekt auf Dennis Fischbuch, der dann zwei Versuchen benötigte, um den Luchse-Keeper zum 4:0 zu überwinden. Danach agierten die Aliens zu „verspielt und offen“, was die Luchse aufgrund ihrer unzweifelhaften Spielstärke sofort durch zwei Treffer „honorierten“.
Nach 24 Sekunden im letzten Drittel fiel sogar noch das 3:4 der Gäste und verschaffte diesen die zweite Luft, sodass es zu einigen gefährlichen Szenen vor dem Ratinger Tor kam. Nachdem die Hausherren eine doppelte Unterzahl überstanden hatten, besann sich die Mannschaft aber wieder auf ihr Ziel. Kevin Wilson (Pascal Behlau/Max Piotrowski) sowie Pascal Behlau (J. P. Priebsch/Kevin Wilson) vergrößerten den Torabstand in der 49. sowie 51. Minute endgültig auf 6:3 für die Aliens.
(NRWL) Nach den beiden, teilweise deutlichen Auswärts-Niederlagen des letzten Wochenendes im NRWLiga-Pokal gegen Bergisch-Gladbach (6:8) und Dinslaken (11:5), in dem sich die Spieler von Trainer Andrej Emersic teilweise recht zahnlos präsentierten, haben sich die Black Tigers beim vorletzten Saisonspiel in Troisdorf regelrecht zurück ins Spiel gebissen!
Fehlte der Biss und die agressive Spielweise am letzten Wochenende, besannen sich die
Grafenstädter nach der 1:0 Führung der Gastgeber auf ihre Tugenden. Troisdorf konnte zwar
nach dem Ausgleichstreffer durch Robin Klönder in der 19. Spielminute nochmal in Führung
gehen und diese in die 1. Drittelpause retten, war aber insbesondere im Mitteldrittel den Schwarz-
Gelben deutlich unterlegen. Moers überrannte den Gegner, nutzte jeden Fehler gnadenlos aus
und drehte das Spiel durch 5 eigene Tore. Fynn Reuter (2), Marco Clouth (2) und Robin Klönder
(1) stellten so die 6 : 2 Führung aus Moerser Sicht zum Ende des 2. Drittels sicher.
Im Schlussdrittel gelang den Gastgebern zwar noch einmal ein Anschlusstreffer, jedoch konnten
auch die Black Tigers noch zweimal den Troisdorfer Torhüter überwinden. Fynn Reuter mit
seinem dritten Treffer des Abends sowie Martin Krüger sicherten den 8 : 3 Sieg für Moers ab.
So enttäuscht Trainer Emersic insbesondere nach der Niederlage in Dinslaken auch war, gestern
strahlte er Zufriedenheit aus und zollte der ganzen Mannschaft nach dem Spiel Respekt und
Anerkennung ob der kämpferischen und spielerischen Leistung. Michael Kalisch, der nach fast
einjähriger, beruflich bedingter Pause ins Moerser Team zurück gekehrt ist, fand sich schnell und
gut (3 Vorlagen) wieder ein.
Am Freitag, den 18.03.2016 um 19:30 Uhr steht das letzte Spiel im NRW-Liga-Pokal in Netphen
an. Bedingt durch die beginnenden Osterferien wird allein schon die Anreise hier eine zeitliche
Herausforderung sein!
Weserstars Bremen: Titel verteidigt - Regionalliga Nord Meister 2015/2016(RLN) Die Mission ist erfüllt. Der Titel ist verteidigt. Knappe Sätze, hinter denen so viel steckt. Die Weserstars Bremen spielten am Freitagabend in Adendorf ihr Meisterstück und sind erneut Titelträger der Regionalliga Nord.
Es war ein Eishockeyfest, was die fast 1800 Zuschauer im Adendorfer Eisstadion geboten bekamen. Auch die zahlreich angereisten Bremer Fans, sahen Werbung für den Sport und die Liga.
Auf Seiten der Weserstars ging man mit gemischten Gefühlen in dieses entscheidende Spiel. Die Defensive bestand unter der Woche nur noch aus zwei Spielern. Michael Kratz und Michael Sievert konnten die Woche nicht trainieren und ihr Einsatz war erst kurz vor Spielbeginn sicher. Hier nochmal ein Dank an unseren Physiotherapeuten Axel Retzke, der unter vollem Einsatz den angeschlagenen Michael Kratz fürs Spiel “präparierte“. Auch Mirco Ratajczak biss auf die Zähne und lief in Adendorf auf.
Es war der erwartet harte Gang gegen den AEC. Doch die Weserstars profitierten von einer Strafzeit gegen die Heidschnucken und Anton Gluchich lenkte den Schuss von Robert Naguschewski zum 1:0 für die Weserstars ins Adendorfer Tor. Ein Traumstart nach sechs gespielten Minuten. Die Antwort der Hausherren folgte umgehend. Dieses Mal gab es ein Überzahlspiel für Adendorf und Denny Böttger traf zum 1:1.
Danach lieferten sich beide Mannschaften ein packendes Duell mit sehr vielen Torchancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter hatten einen sehr guten Tag erwischt und vereitelten zahlreiche Chancen. Auch die Intensität nahm weiter zu und so sahen sich die Weserstars gerade im zweiten Abschnitt zahlreichen Strafzeiten ausgesetzt. Zum Anfang des zweiten Abschnittes gab es sogar ein doppeltes Überzahlspiel für den AEC, welches dieser aber nicht verwerten konnte.
In der 35. Minute, gab es wie so oft in den vorrangegangen Minuten, wieder eine Strafzeit gegen die Weserstars, doch Igor Schön erkämpfte sich im eigenen Drittel den Puck, spielte auf Anton Gluchich und dieser wieder zurück auf den freistehenden Igor Schön, der mit einem Kontertor die 2:1 Führung erzielte. Gleichzeitig war dies auch der Spielstand zur zweiten Pause.
Im letzten Abschnitt gab es die kalte Dusche nach acht Minuten. Der AEC glich aus und stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Taktisch sehr gute eingestellte Weserstars, ließen zuvor nur wenige Möglichkeiten zu. Als sich wohl fast alle Zuschauer auf die Verlängerung einstellten, folgten in der 59. Minute die wohl spektakulärsten Szenen der abgelaufenen Saison. In der 58. Minuten bekamen die Heidschnucken eine Strafe zugesprochen und mussten die letzten Minuten in Unterzahl agieren. Die Weserstars mit Problemen im Aufbau der Powerplayformation, verlieren den Puck an den finnischen Stürmer des AEC, Miika Kiviranta der die riesen Möglichkeit zum Siegtreffer für die Hausherren vergab, auch weil Ales Jurcik mit einer überragenden Aktion vor der Torlinie abwehrte. Den nun direkt folgenden Gegenzug verwertete Igor Schön, 22 Sekunden vor Schluss, zum 3:2 Siegtreffer für die Weserstars. Es war der finale Höhepunkt eines sportlichen und emotionalen Spitzenspieles.
Andreas Niewiera (sportl. Leiter):
Auch zwei Tage später laufen die letzten Sekunden immer noch wie Film hinunter. Das Spiel und der Siegtreffer waren systematisch für unsere gesamte Saison. Über den Kampf zum Erfolg. Es freut mich für jeden einzelnen Beteiligten, sie haben es sich mehr als verdient. Am Sonntag bekommen sie zu Recht den Lohn für ihre Mühen.
Ein Wort noch zum AEC, sie waren sehr gute Gastgeber, lieferten uns einen harten Kampf und ich freue mich auf die Duelle in der kommenden Saison.
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