IHP Nachrichten(IHP) Aktuelle Nachrichten, Pressemitteilungen, Spielberichte und Vorberichte vom Sontag 6.März 2016. Heute mit Informationen aus der Deutschen Eishockey Liga und Oberliga Nord, sowie aus der Bayernliga und Nordrhein-Westfalen-Liga.
Nach Niederlage gegen Iserlohn: Hamburg Freezers verpassen Playoffs(DEL) Die Hamburg Freezers haben die Teilnahme an den Playoffs der DEL-Saison 2015/2016 verpasst. Am 51. Spieltag mussten sich die Hamburger den Iserlohn Roosters mit 2:5 (0:0, 1:1, 1:4) geschlagen geben. Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz können die Freezers keinen Platz mehr unter den Top10 erreichen. Vor 12.714 Zuschauern in der Barclaycard Arena erzielten Garrett Festerling und Adam Mitchell die Hamburger Tore.
Hamburg startete mit viel Einsatz und Energie in die schnell geführte Partie. Auch die ersten Chancen erspielten sich die Gastgeber. Der Tabellenzweite aus Iserlohn kam nach einigen Minuten aber vor allem bei Kontern gefährlich vors Tor von Dimitrij Kotschnew.
Das zweite Drittel begann alles andere als gut für die Freezers: Ein Konter führte zum 1:0 durch Brooks Macek (22). Diesmal waren es die Freezers, die mit zunehmender Spieldauer das Heft in die Hand nahmen und sich einige gute Möglichkeiten erspielten. Kurz vor Drittelende wurden die Hamburger endlich belohnt: Garrett Festerling erzielte den 1:1-Ausgleich (39.).
Nachdem die Freezers zu Beginn des dritten Drittels eine zweiminütige Unterzahl überstanden hatten, sorgte Mitchell in der 47. Minute für die viel umjubelte 2:1-Führung. Hamburg drückte weiter, doch rund fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit traf Nicholas Petersen zum 2:2 (56.). Anschließend brachen alle Dämme: Macek (57.), erneut Petersen (57.) und Mike York (59.) stellten den 5:2-Endstand her.
EHC Red Bull München erstmals DEL-Hauptrundenmeister - Nach 3:1-Sieg beim ERC Ingolstadt steht auch die zweite Champions-League-Qualifikation in Folge fest(DEL) Der EHC Red Bull München geht als Hauptrunden-Meister in die Playoffs. Mit dem 3:1-Sieg (1:0|1:1|1:0) beim ERC Ingolstadt verteidigte der EHC den ersten Tabellenplatz, sicherte sich die beste Ausgangsposition für die Playoffs und qualifizierte sich erneut für die Champions League. Im mit 4.815 Zuschauern ausverkauften Derby brachte Yannic Seidenberg den EHC im ersten Drittel mit einem Powerplay-Tor in Führung. Im zweiten Spielabschnitt glich David Elsner für Ingolstadt aus, doch nur 44 Sekunden später sorgte Frank Mauer für das 2:1 für die Red Bulls. Elf Sekunden vor Ende der Partie machte Kapitän Michael Wolf den 3:1-Sieg perfekt. Die Red Bulls warten nun auf ihren Gegner in den Viertelfinals, der entweder erneut Ingolstadt, Mannheim oder Straubing heißt.
Wie bei der knappen 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Grizzlys Wolfsburg am Freitag dominierte der EHC von Anfang an die Special Teams. Steve Pinizzotto hatte in Unterzahl eine gute Chance, ihre erste Überzahlsituation nutzten die Red Bulls zum Führungstreffer. Michael Wolf und Toni Söderholm spielten Yannic Seidenberg frei, der das 0:1 erzielte (7.). In der Folge erspielte sich die zuletzt starke Reihe mit Mads Christensen, Dominik Kahun und Frank Mauer eine gute Chance auf den zweiten Münchner Treffer. Am Ende war es Christensen, der die Scheibe gefährlich aufs Ingolstädter Tor lenkte, doch ERC-Goalie Timo Pielmeier parierte. In der Schlussphase des ersten Drittels wurde das Derby etwas härter. Yannic Seidenberg und John Laliberte lieferten sich eine kleine Rangelei, auch Matt Smaby mischte mit. Kurz darauf gingen die beiden Mannschaften in die Kabinen. Die EHC-Führung war verdient, die Statistiker zählten 10:2 Schüsse für die Münchner.
Im zweiten Drittel blieb das Spiel eng und umkämpft. Man merkte, dass es für den EHC Red Bull München um die Hauptrunden-Meisterschaft und für den ERC Ingolstadt um Rang sieben und das damit verbundene Heimrecht in der 1. Playoff-Runde ging. Der EHC hatte zunächst mehr vom Spiel, aber die Ingolstädter spielten ihre Stärke aus und kamen immer wieder überfallartig nach vorne. Genau auf diese Weise ergab sich Martin Davidek und David Elsner eine Doppelchance, EHC-Goalie David Leggio verhinderte mit zwei Paraden den Ausgleich. In der 34. Minute war er allerdings geschlagen. Elsner tauchte nach einem Zuspiel von Thomas Pielmeier vor dem Münchner Tor auf und bezwang Leggio. Nur 44 Sekunden nach dem 1:1 ging der EHC aber schon wieder in Führung. Brandon McMillan blockte einen Schuss von Konrad Abeltshauser, der Red-Bulls-Verteidiger reagierte schnell und brachte die Scheibe noch einmal vors Tor, wo sie Frank Mauer aus der Luft zum 1:2 über die Linie drückte.
Im Schlussabschnitt hatte Keith Aucoin eine gute Möglichkeit, die Führung auf 3:1 auszubauen. Auf der anderen Seite tauchte Danny Irmen frei vor dem Münchner Tor auf, fand aber in David Leggio seinen Meister. Der EHC verteidigte bis zur Schlusssirene sehr konzentriert und ließ keinen weiteren Gegentreffer zu – auch nicht, als der ERC Ingolstadt in einer Überzahlsituation Torwart Timo Pielmeier vom Eis nahm und 6-gegen-4 spielte. Stattdessen war es EHC-Kapitän Michael Wolf elf Sekunden vor Schluss vorbehalten, mit dem 3:1 ins fast verwaiste Ingolstädter Tor für die Entscheidung und die Hauptrunden-Meisterschaft zu sorgen.
Das nächste Spiel des EHC Red Bull München ist bereits das Playoff-Viertelfinale und findet am 15./16. März im heimischen Olympia-Eisstadion statt. Das genaue Datum und der Gegner werden am 7. März bekannt gegeben. Eintrittskarten zu dieser Begegnung und zu allen anderen Playoff-Heimspielen des EHC Red Bull München sind im Internet (www.muenchenticket.de), über die Tickethotline 089/54818181 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Eintrittskarten gibt es auch im Ticket Center direkt neben dem Olympia-Eisstadion (Öffnungszeiten: Mittwochs und donnerstags von 16.00 bis 19.00 Uhr | an Heimspieltagen ab drei Stunden vor Spielbeginn).
Die Füchse Duisburg erlegen die Bären – Verdienter 13:4-Sieg gegen den EHC Neuwied(OLN) Die Füchse sind zwar seit dem letzten Wochenende Meister der Oberliga-Nord, aber zurücklehnen und auf die Playoffs warten ist nicht. Dank einer starken Leistung konnte man den Bären beim 13:4-Sieg das Fell über die Ohren ziehen.
Die Füchse legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach 79 Sekunden schlug es zum ersten Mal hinter Björn Linda ein. Den Schuss von Linda konnte er noch abwehren, aber gegen den Nachschuss von Chad Niddery war er machtlos. Eine feine Vorarbeit von Viktor Beck verwertete Julius Bauermeister in der vierten Minute zum 2:0. Jetzt kamen die Füchse richtig in Fahrt und so schraubten Marvin Tepper (7.), André Huebscher (8.) und Noureddine Bettahar (10.) das Ergebnis bis zur Hälfte des ersten Drittels auf 5:0. Jetzt hatte Gäste-Goalie Björn Linda die Nase voll und ließ sich für Felix Köllejan auswechseln. Der Wechsel schien die Bären aufzuwecken und in der 12. Minute verkürzte der EHC innerhalb von 40 Sekunden auf 5:2. Mit dem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.
Den besseren Start ins Mitteldrittel erwischten dann die Bären. In der 22. Minute brachte Jens Hergt die Gäste auf zwei Tore an die Füchse heran. Doch die Antwort der Füchse ließ nicht lange auf sich warten. Nur 33 Sekunden später beendete Viktor Beck seine Durststrecke und stellte die Anzeigetafel auf 6:3. Den siebten Treffer besorgte dann Chad Niddery in der 24. Minute. In der 31. Minute konnte Ex-Fuchs Stephan Fröhlich das 7:4 erzielen. Die letzten zehn Minuten blieben ohne weiteren Treffer.
Im letzten Drittel drehten die Füchse dann wieder auf. Per Doppelschlag erhöhten Lars Grözinger (43.) und Mike Mieszkowski (44.) auf 9:4. Noureddine Bettahar machte es in der 51. Minute mit seinem zweiten Treffer dann zweistellig. Nur 30 Sekunden später durfte auch Julius Bauermeister zum zweiten Mal am Abend jubeln und es stand 11:4. In der 53. Minute gab es dann eine Premiere. Verteidiger Finn Walkowiak durfte sich über seinen ersten Saisontreffer freuen. Den Schlusspunkt markierte Markus Schmidt in der 58. Minute bei doppelter Überzahl.
EV Lindau Islanders erreichen das Halbfinale(BYL) Die EV Lindau Islanders haben es geschafft. Durch einen 4:3 (1:0, 0:2, 2:1) Sieg nach Verlängerung beim TEV Miesbach zogen die Lindauer erneut ins Playoff- Halbfinale ein, in dem sie wie im Vorjahr ab Freitag auf den EHC Waldkraiburg treffen.
Überschattet wurde der Sieg allerdings durch ein hinterhältiges Foul des Miesbachers Thomas Sterba, der zweieinhalb Minuten vor Schluss Timo Krohnfoth mit einem brutalen Check gegen den Kopf niederstreckte. Krohnfoth war kurz bewusstlos, erlitt eine Gehirnerschütterung, dazu Verletzungen an Lippe und Schulter. Der Stürmer wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, das er aber wieder verlassen konnte.
„Angesichts einer solchen Szene fällt es einem schwer, sich über den Sieg zu freuen“, sagte EVL- Trainer Sebastian Buchwieser, der zudem im letzten Drittel Jiri Mikesz verlor, der nach einem Check eine Oberkörperverletzung erlitt. Martin Sekera konnte trotz einer Augenverletzung nach einer anderen Attacke in Kopfhöhe glücklicherweise weiterspielen.
Eishockey wurde in Miesbach auch gespielt und das bis kurz vor Schluss von beiden Mannschaften sehenswert und hochklassig. Nach kurzem Abtasten hatten die Gäste bessere Szenen und durch Michal Mlynek schon nach fünf Minuten die Führung auf dem Schläger. Nur wenig später holten die Islanders das Versäumte nach. Nach einem Scheibenverlust der Gastgeber schaltete Johann Katjuschenko am schnellsten und erzielte freistehend das 0:1.
Der TEV hatte brauchte eine Weile, um den Rückstand zu verdauen. In der neunten und 12. Minute hatte Athanasios Fissekis jeweils gute Möglichkeiten zum Ausgleich, ansonsten geriet die Lindauer Defensive kaum unter Druck. Marko Babic hatte drei Minuten vor der Pause nach Pass von Mikesz sogar die Chance zum 0:2, zielte aber vorbei.
Ein ganz anderes Bild zeigte sich im zweiten Durchgang. Die Gastgeber kamen mit hoher Laufbereitschaft und Intensität aus der Kabine und setzten den EVL gleich unter Druck. Der hatte zwar in Unterzahl durch Mikesz noch einmal die Chance, die Führung zu erhöhen (21.), allerdings nutzten die Oberbayern das Powerplay dann im Gegenzug zum 1:1. Unglücklich für die Islanders, weil Fissekis Querpass in der 23. Minute von einem Lindauer Schlittschuh ins Tor abgefälscht wurde. Ein Tor, dass den Gastgebern richtig viel Selbstvertrauen gab. Mehrfach brannte es lichterloh vor Beppi Mayers Tor, der alle Hände voll zu tun hatte, um einen Rückstand zu verhindern. Entlastung gab es für die Islanders kaum, wobei Mlynek bei einem Break in der 31. Minute die große Chance zum 1:2 vergab. Das folgende Powerplay (Mlynek war gehakt worden) konnten die Lindauer nicht nutzen. Im Gegenteil: Gerade war die Strafe abgelaufen, als der TEV einen zwei-gegen-eins Konter inszenieren konnte, den Sebastian Deml im Nachschuss zur erstmaligen Führung des Heimteams verwandeln konnte (31.). Auch ein drittes Tor lag für die starken Gastgeber in der Luft, zumal sie noch ein Überzahlspiel zugestanden bekamen. Dabei hatte aber auch Mikesz eine Chance, der in Unterzahl nur den Pfosten traf.
„Miesbach hat sein bestes Spiel in der Serie gezeigt. Im zweiten Drittel stand es auf des Messers Schneide. Diese Phase haben wir aber überstanden und sind stark aus der Pause zurückgekommen“, sagte Team- Manager Sebastian Schwarzbart. In der Tat sahen die 739 Zuschauer, darunter knapp 100
aus Lindau im Schlussabschnitt eine ganz andere Lindauer Mannschaft. Schwung gab vor allem das frühe 2:2 nach nur 45 Sekunden durch Lubos Sekula. Ein Schock für Miesbach, den die Islanders gleich nutzten. Die nächste Überzahl dauerte nur elf Sekunden, als Mlynek eine schnelle Kombination zum 2:3 abschloss (42.). In der Folge kontrollierten die Islanders das Geschehen, versäumten es aber, ein viertes Tor nachzulegen, etwa bei einer Überzahl mit vier Mann gegen drei, elf Minuten vor dem Ende.
Miesbach kämpfte sich dann zurück ins Spiel. Mit viel Herz, aber auch mit der einen oder anderen fragwürdigen Aktion. Von der entstehenden Hektik ließen sich die Lindauer anstecken. Reklamationen nach nicht der geahndeten Verletzung von Sekera führten sogar zu einer Bankstrafe, die Fissekis im Nachschuss zum 3:3 nutzte (52.). Fünf Minuten vor dem Ende musste der EVL bei einer weiteren Unterzahl sogar mächtig schwitzen, um einen erneuten Rückstand zu vermeiden.
Nachdem dies gelungen war, waren die Gäste in der Schlussphase das aktivere Team. Letztlich war es dann Miesbachs Thomas Sterba, der die Partie zugunsten der Islanders entschied. Nachdem er für das Foul an Krohnfoth folgerichtig eine Matchstrafe erhalten hatte, gingen die zunächst schockierten Islanders mit Wut, aber auch voller Konzentration zu werke. Was nicht unbedingt einfach ist, wenn nur ein paar Meter neben der Bank der Mitspieler auf der Trage ärztlich versorgt wird. Letztlich brachten die Lindauer die Serie aber zuende. Was in der regulären Spielzeit nicht mehr gelang, besorgte Zdenek Cech nach nur 13 Sekunden der Verlängerung mit dem Powerplaytor zum 3:4. Der Jubel war kurz, aber verdient, denn über die gesamte Serie setzte sich das bessere und diszipliniertere Team durch, dem von einem kampfstarken und gut eingestellten Gegner alles abverlangt wurde.
Nicht mehr an die zuvor gezeigten Leistungen angeknüpft: Memminger Indians scheitern im Play-off-Viertelfinale an starken Löwen(BYL) Drei Spiele lang war es eine ausgeglichene und packende Play-off-Viertelfinalserie zwischen den Memminger Indians und dem EHC Waldkraiburg. Am Freitagabend jedoch zeigten sich die Löwen eiskalt und gewannen das vierte Spiel am Memminger Hühnerberg vor knapp 2.500 Zuschauern deutlich mit 8:3. Durch diesen Erfolg ziehen die Oberbayern ins Halbfinale ein, für den ECDC ist die Saison beendet. Waldkraiburg trifft nun auf Lindau, das zweite Halbfinale bestreiten Peißenberg und Höchstadt.
Die Ausgangslage am einmal mehr gut besuchten Hühnerberg war klar - der ECDC Memmingen musste gewinnen, um die Chance aufs Weiterkommen im Bayernliga-Meisterschaftsrennen zu wahren. Die Memminger begannen verheißungsvoll, hatten im ersten Überzahlspiel gute Einschussmöglichkeiten. Das Tor machten aber die Gäste, Daniel Hämmerle nutzte einen Scheibenverlust eines Indianers gnadenlos aus. Dennoch, die GEFRO-Indians hielten dagegen, überstanden ein Unterzahlspiel schadlos, verpassten aber den Ausgleich, als Ville Eskelinen allein vor Waldkraiburgs Keeper Patrick Vetter scheiterte (10.). Die Gäste zeigten sich in dieser Hinsicht 'abgezockter', Jakub Marek erhöhte im Überzahlspiel nach 14 Minuten auf 0:2. Vorangegangen war eine höchst umstrittene Strafe gegen Eskelinen. Zwei Minuten später lag die Scheibe wieder im Memminger Tor, diesmal sah Torhüter Alex Reichelmeir nach einem Schuss von Nico Vogl alles andere als gut aus. Pech für die Indians - zu diesem Zeitpunkt lag Patrick Weigant verletzt und blutend auf dem Eis, ohne dass der Unparteiische die Partie unterbrochen hätte. Alles lief gegen die Gastgeber, die kurz vor Drittelende nochmals die Chance hatten, heranzukommen - doch nach einem Getümmel vor dem Waldkraiburger Kasten wollte der Puck nicht den Weg ins Tor finden.
Memmingen haderte mit dem Schiedsrichter und musste zu viel in Unterzahl spielen, so auch beim vorentscheidenden 0:4 nach 24 Minuten durch Vogl, der 36 Sekunden später sogar zum 0:5 nachlegte. Damit war der Arbeitstag für Goalie Reichelmeir beendet, Martin Niemz kam ins Tor. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es noch mal nach 27 Minuten, als Mike Dolezal auf 1:5 verkürzte. Die Indians nun besser im Spiel, aber weiter glücklos in der Chancenverwertung. Besser machten es die Oberbayern, Andreas Paderhuber macht von der blauen Linie nach 32 Minuten das halbe Dutzend voll. Nun ging kaum mehr etwas bei den Hausherren, bei den Gästen dagegen beinahe alles. Marek erhöhte im zweiten Abschnitt sogar noch auf 7:1. Die Partie war längst entschieden, in den letzten 20 Minuten passierte daher nicht mehr Nennenswertes. Zumindest feilten die Indians noch ein wenig an der Ergebniskorrektur - Martin Jainz 'verlud' Waldkraiburgs Keeper Vetter zum 2:7 (47.), Michael Folk traf zum 3:8 (56.). Dazwischen lag Waldkraiburgs Treffer durch Lukas Wagner. Am Ende entschieden die Löwen eine bis zu diesem Spiel spannende und ausgeglichene Play-off-Serie mit 3:1 für sich und ziehen ins Halbfinale ein. Die Indians-Cracks aber müssen sich vorwerfen lassen, an diesem Abend vor der tollen Kulisse am Hühnerberg zu keinem Zeitpunkt mehr an die zuvor gezeigten Play-off-Leistungen angeknüpft zu haben. Entsprechend sauer war auch Trainer Werner Tenschert auf sein Team, das die vierte Halbfinal-Teilnahme in Folge letztlich verpasste. Warum es gegen zweifelsohne starke Löwen vor allem defensiv nicht klappte und viel zu viele Gegentore kassiert wurden, wird nun in den nächsten Wochen analysiert werden müssen. Die Planungen für die neue Spielzeit haben bereits begonnen.
(BLL) Am Samstag Abend reisten die Trostberg "Chiefs" zum Rückspiel ins Peißenberger Eisstadion an, dort trafen sie auf die Forster Nature Boyz. Die "Chefs" im Stadion waren aber dieses mal die Mannen um Trainer Robert Balzarek, die mit einem 7:4 (2:1, 3:2, 2:1)-Sieg vorzeitig die Klasse sicherten, und somit auch in der kommenden Saison in der Landesliga antreten werden.
Die Gäste reisten mit einem verkleinerten Kader an, so war z. B. Ex-NHL-Spieler Bobby Wren aufgrund einer Sperre nur zum Zuschauen verurteilt. Das Spiel begann recht flott, die Gäste waren ja mit dem Ziel angetreten, noch Tabellenerster zu werden, dazu hätten sie aber einen Sieg gebraucht. Ihre Absicht bekräftigen sie durch die 0:1-Führung in der 4. Spielminute. In Überzahl verwandelte Lukas Feldner einen Rückpass von Michael Eberlein. Die Gastgeber ließen sich jedoch nicht beeindrucken und versuchten sich ihrerseits, zum Torerfolg zu kommen. Es dauerte jedoch bis zur 10. Spielminute, ehe die Forster Fans jubeln durften. Als Torhüter Philipp Hähl patzte, setzte Bastian Grundner erfolgreich nach und stocherte die Scheibe über die Linie. Kurz darauf zeigte Philipp Birk, wie einfach Eishockey sein kann. Er schnappte sich die Scheibe, startete einen Sololauf, den anschließenden Knaller konnte Martin Kirschner zur 2:1-Führung ins Tor befördern. Die Chiefs versuchten ihr Heil in immer wieder gefährlich vorgetragenen Kontern.
Im zweiten Spielabschnitt bestimmten dann die Gastgeber das Geschehen auf dem Eis, denn 47 Sekunden nach Wiederanpfiff, erzielte Markus Schneider die viel umjubelte 3:1-Führung. Den Pass von Bastian Grundner und Manuel Weninger verwertete er zielsicher und direkt ins rechte obere Eck. Dass sich die Gäste noch lange nicht aufgaben, mußten leidvoll die Forster spüren. Durch ihre in dieser Phase des Spieles zu zaghaften Störaktionen mußten sie in der 23. Minute den 3:2-Anschlußtreffer hinnehmen. Wayne Grapentine wurde bei seinem Sololauf kaum gestört. Als dann in der 26. Minute auch noch der 3:3-Ausgleichstreffer fiel, wurde es wieder recht spannend. Eine schöne Kombination schloss Nico Roßmanith ab, der wiederum sehr gut aufgelegte Max Bergmann hatte keine Chance. Die Nerven beruhigten sich aber schnell wieder, denn in der 30. Minute zog in Überzahl Manfred Guggemos von der Blauen ab, und versenkte die Scheibe neben dem Pfosten zur 4:3-Führung. Das genaue Zuspiel kam von Markus Schneider. Die Gäste reagierten immer wieder mit verstärkten Angriffsbemühungen, doch jetzt stand die Forster Defensive wesentlich besser. In der 40. Minute dann eine leichte Nervenentspannung, denn Manuel Weninger nutzte einen krassen Abwehrfehler der Gäste. Er reagierte am schnellsten, als ein Trostberger Verteidiger ohne Fremdeinwirkung stürzte und die Scheibe verlor. Manuel verlud den Trostberger Keeper in bekannter Manier zur 5:3-Führung.
Das letzte Drittel begann so, wie das zweite aufhörte, Forst behielt die Hoheit auf dem Eis, immer wieder durch gefährliche Konter der Chiefs gestört. Philipp Birk war es, der für die Vorentscheidung sorgte, als er einen seiner mittlerweile berüchtigten Gewaltschüsse losfeuerte. In der 44. Minute ließ der überraschte Trostberger Keeper den Schuß durchrutschen, es stand 6:3 für die Einheimischen. Die Gäste gaben sich jedoch immer noch nicht geschlagen, vielmehr verkürzten sie in der 54. Minute auf 6:4. Josef Mayer fälschte einen Pass unhaltbar für Max Bergmann ab. Dieser Treffer stärkte nochmals die Gäste, sie wollten das Spielergebnis nochmals für sich gestalten. Die Uhr stand auf 58:19, als Manuel Weninger auf die Strafbank geschickt wurde, Trostberg eine Auszeit nahm und anschließend den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm. Gleich nach dem Bully hatten die Einheimischen Glück, denn Trostbergs Stürmer hatte eine gute Chance, die Max Bergmann jedoch vereitelte. Andreas Krönauer erwischte die Scheibe und beförderte diese als Befreiungsschlag ins gegnerische Tor zum 7:4-Endstand.
Nach dem Spiel war der Jubel und die Erleichterung allen Beteiligten anzusehen. Der Klassenerhalt wurde geschafft, obwohl noch wahrscheinlich ein Spiel gegen Oberstdorf auszutragen ist. Der Klassenerhalt wurde mit den Fans auf dem Eis und anschließend in der Kabine gefeiert. Wann das Spiel gegen Oberstdorf ausgetragen wird, steht immer noch nicht fest, der Termin wird jedoch rechtzeitig bekanntgegeben. Ein Danke auch an den Peißenberger Fanclub, der mit einigen Leuten tatkräftig mit anfeuerte.
EHC Netphen unterliegt beim ESV Bergisch Gladbach - Netphener Minikader unterliegt den „Realstars“ mit 3:8(NRWL) Der EHC Netphen hat das Auswärtsspiel beim ESV Bergisch Gladbach mit 3:8 (1:0 1:6 1:2) verloren. Dabei konnte EHC-Trainer Reinhard Bruch krankheits- und berufsbedingt nur einen Minikader von neun Feldspielern plus Goalie Jonas Quartier aufbieten. Die verbliebenen machten ihre Sache von Beginn an ordentlich. Im ersten Drittel hatten beide Teams wenig klare Torchancen. 19 Sekunden vor Schluss gingen die Netphener mit einem schnell vorgetragenen Angriff durch Daniel Herling verdient mit 1:0 in Führung. Im zweiten Drittel setzte sich der positive Eindruck aus den ersten Minuten fort. Nach nur zwei gespielten Minuten erhöhte Rene Kutzner auf 2:0. In der Folgezeit waren die Netphener weiterhin leicht überlegen, brachten sich aber durch individuelle Fehler und gewöhnungsbedürftige Entscheidungen der Unparteiischen um den Lohn ihrer Arbeit. So stand am Ende des zweiten Abschnitts ein 2:6-Rückstand für den EHC auf der Ergebnistafel. Dabei gingen dem 2:4 gleich zwei Fehlentscheidungen voraus. Erst wurde eine mehr als unberechtigte Strafe gegen EHC-Verteidiger Hagen Fischbach ausgesprochen, dazu wurde das Tor aus klarem Torraumabseits erzielt.
Im Schlussabschnitt gab sich der EHC noch lange nicht geschlagen, die „Realstars“ setzten auf ihre Defensive und ließen nicht mehr viel anbrennen. Dazu schwanden den Netphenern mehr und mehr die Kräfte so dass sie auf das 2:7 noch durch Tim Bruch zum 3:7 antworten konnte, kurz vor Schluss aber noch das 3:8 schlucken mussten.
Schon am nächsten Freitag steigt das Rückspiel gegen den ESV Bergisch Gladbach. Um 19:30 Uhr empfangen die Netphener die „Realstars“ zum vorletzten Heimspiel der laufenden Saison im Sportpark Siegerland.
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