Der „Straßenfußballer“ mit den schnellen Händen – Patric Kaliszewski bleibt bei der EG Diez-Limburg(RLW) Die Rockets können einen weitere Vertragsverlängerung vermelden! Patric Kaliszewski wird auch in der neuen Saison in der Regionalliga West für die EG Diez-Limburg stürmen. Der 26-jährige Rechtsschütze wechselte erst Mitte letzter Saison an die Lahn, nachdem er zuvor einige Zeit inaktiv war.
Coach Holger Pöritzsch, unter dem Kaliszewski bereits in Mainz spielte, hatte den nur 1,70 Meter großen Stürmer mit den schnellen Händen an den Diezer Heckenweg gelotst. Eine Verpflichtung die sich lohnte, immerhin erzielte Kaliszewski in 5 Hessenliga-Partien für die Rockets 5 Tore, darunter wichtige Treffer wie bei den Siegen gegen Kassel (3:1) und gegen Eintracht Frankfurt (5:4). Zudem legte er 5 Tore auf und kam so auf einen Schnitt von 2 Punkten pro Spiel.
Seine Eishockeykarriere begann der gebürtige Frankfurter in der Mainmetropole beim damaligen ESC Frankfurt. Anschließend spielte er dann für den Nachfolgeverein, die Young Lions, ehe es ihn nach Bietigheim-Bissingen führte, wo er in der Jugendbundesliga und der DNL aktiv war. Für eine kurze Spielzeit zurück in Frankfurt, zog es Kaliszewski dann zum hessischen Konkurrenten nach Bad Nauheim, wo er unter anderem für die U20 der Roten Teufel auflief. Nach drei Jahren beim TSV Schott Mainz landete Kali – wie er in der Mannschaft nur gerufen wird – schließlich im hohen Norden, wo er zwei Saisons lang für die Crocodiles Hamburg in der Oberliga stürmte. Einem kurzen Ausflug zu den Baden Rhinos in Hügelsheim (Regionalliga) folgte schließlich ein gutes Jahr Eishockeypause, ehe sich der Stürmer der EGDL anschloss.
Bei den Rockets ist man nun natürlich froh, den laufstarken Techniker mit der Rückennummer 14 eine weitere Saison halten zu können: „Patric ist ein begnadeter Eishockeyspieler und eine Bereicherung für jedes Team – auf dem Eis, aber auch in der Kabine. Er ist einfach ein echter Typ“, sagt Pöritzsch, der Kaliszewski bereits bei seiner Verpflichtung im Dezember mit einem Straßenfußballer verglichen hatte. „Halt nur mit Schlittschuhen“, lacht der Coach und fügt hinzu: „Kali ist ein positiv Verrückter!“
Was das bedeutet, stellt der Stürmer immer mal wieder selbst unter Beweis. Wie etwa beim Heimspiel in der vergangenen Saison gegen Kassel. Auf der Uhr war keine Minute mehr zu spielen, die EGDL führte 3:1 und der Sieg war so gut wie in der Tasche, da schnappte sich Kaliszewski Kassels Oliver Wohlrab zu einem handfesten Meinungsaustausch. Und dies, obwohl Wohlrab gefühlte vier Gewichtklassen über dem Rockets-Stürmer liegt. Beide landeten schließlich auf der Ersatzbank und erlebten die Schlusssirene von der Kühlbox aus. Nach Spielende fuhr Kali zu seinem Trainer und meinte reumütig: „Sorry Coach, aber mit dem hatte ich noch eine Rechnung offen – von vor drei Jahren!“ Ein echter Kaliszewski eben...
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