NHL-Streaming 2026: Wie DACH-Fans die Spiele verfolgen
Am 29. September startet die neue NHL-Saison, und mit Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider stehen gleich drei deutsche Spieler im Rampenlicht der Liga. Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das vor allem eine Frage: auf welchem Kanal überhaupt. Wer schon einmal versucht hat, ein Overtime-Spiel der Edmonton Oilers auf einem deutschen Sender zu finden, kennt das Problem. Je nach Wohnort läuft dieselbe Partie auf einem anderen Anbieter – oder gar nicht im eigenen Land.Die TV-Rechte an der NHL in Deutschland
In Deutschland und Österreich teilen sich zwei Anbieter das Programm. Sky überträgt nach Angaben der Liga selbst mindestens 300 Partien pro Saison live, von der Regular Season bis zu den Stanley-Cup-Playoffs. Was nicht bei Sky läuft, taucht in der Regel bei DAZN auf, das sein Angebot über die Jahre kontinuierlich ausgebaut hat. Für Fans bedeutet das im Zweifel zwei Abos, wenn wirklich keine Partie verpasst werden soll. Einfacher war es früher nicht: Noch vor wenigen Jahren gab es nur ein Free-TV-Fenster pro Woche, den Rest musste man sich mühsam zusammensuchen. Die Aufteilung zwischen den Sendern folgt einer klaren Logik. Wer die Rechte für einen Markt kauft, entscheidet über den Zugang – nicht der Fan selbst. Wirtschaftlich zeigt sich die neue Kräfteverteilung der Liga auch abseits der Bildschirme: Erst kürzlich hat die NHL ihren Salary Cap so stark angehoben wie nie zuvor, was inzwischen auch die Kaderplanung der Topteams spürbar verändert.Unterschiedlicher Zugang je nach Land
In der Schweiz sieht das Bild nochmal anders aus. Wer NHL-Spiele live verfolgen will, kommt an MySports kaum vorbei, ergänzt durch TV24 für ausgewählte Partien. Vier Spiele pro Woche gehören zum Standardprogramm, den Rest gibt es parallel über DAZN. Drei Länder, drei unterschiedliche Anbieter-Kombinationen, und in jedem Fall entscheidet eine nationale Lizenzvergabe darüber, wer überhaupt senden darf.Die gleiche Logik gilt im Glücksspielmarkt: Wer Zugang zu einem Land erhält, entscheidet dort die zuständige Aufsichtsbehörde, unabhängig davon, ob es um Streaming-Rechte oder um Casino-Lizenzen geht. Innerhalb der Schweiz übernimmt diese Rolle die ESBK, außerhalb der Landesgrenzen gelten andere Maßstäbe. Ausländische Online Casinos gelten für viele Schweizer Spieler längst als vertrauenswürdige Echtgeld-Anbieter, auch wenn sie über keine Schweizer Konzession verfügen, sondern unter ausländischer Aufsicht aus Malta oder Gibraltar operieren.
Wer sich näher mit dieser Aufsichtslogik beschäftigt, stößt schnell auf die Schweizer Eidgenössische Spielbankenkommission.
ESBK-Netzsperren: Wenn Geoblocking an seine Grenzen stößt
Die ESBK ist in der Schweiz für diese Aufsicht zuständig, mit weitreichenden Befugnissen. Seit 2019 gilt das Bundesgesetz über Geldspiele, und daraus ergibt sich eine klare Pflicht für Internetanbieter. Gemäss Gesetz muss der Zugang zu Online-Geldspielangeboten gesperrt werden, wenn diese in der Schweiz ohne Bewilligung angeboten werden oder der Betreiber seinen Sitz im Ausland hat. Swisscom, Sunrise und Salt setzen diese Sperrliste technisch um.Beim Streaming greift ein ähnliches Prinzip, nur ohne Sperrliste. Wer außerhalb des lizenzierten Marktes senden will, braucht schlicht keine Genehmigung für das jeweilige Land – und bleibt entsprechend unsichtbar für reguläre Nutzer. Bei Online-Casinos ist die Grenze schärfer gezogen: Der Zugriff wird aktiv blockiert, nicht nur lizenzrechtlich ausgeschlossen. Trotzdem zeigt sich in beiden Bereichen dasselbe Muster. Nationale Grenzen funktionieren im Netz nur so gut wie die technische Durchsetzung dahinter, und die stößt gegen findige Nutzer regelmäßig an ihre Grenzen.













