Löwen verpflichten Martins Karsums
(OLS) Stolz präsentieren die Löwen den Letten Martins Karsums als Neuzugang für die immer besser in Fahrt kommende Offensive. Der 37-Jährige mehrfache Olympia- und A-WM Teilnehmer erlernte das Eishockeyspielen in seiner Heimatstadt Riga, ehe er 2003 den Schritt nach Nordamerika wagte. In der QMJHL, eine der besten Nachwuchsligen des Kontinents, in der zu dem Zeitpunkt auch spätere Stars wie Sidney Crosby, Kris Letang oder Brad Marchand spielten, brachte er die Aufmerksamkeit vieler Scouts auf sich. 2004 drafteten ihn die Boston Bruins in der zweiten Runde an der insgesamt 64. Position. Im selben Draft war ein gewisser Alexander Ovechkin an Position eins gezogen worden. Casey Borer, der in den ersten DEL2-Jahren in Bad Tölz spielte, war an 69. Stelle gezogen worden. Kein schlechter Jahrgang also, dem der neue spielstarke Flügelstürmer der Löwen da angehört. Ähnlich wie Ovechkin scheut Karsums nicht davor zurück, seine Masse und seinen Körper einzusetzen.
Die guten Leistungen im Farmteam der Bruins (133 Spiele/33 Tore/65 Vorlagen) brachten ihm seine ersten von insgesamt 24 Spielen in der besten Hockeyliga der Welt. Mit einem Tor und fünf Vorlagen gelang ihm dort nicht so ganz der Durchbruch, es eröffnete ihm aber neue Wege in Europa. Es folgten zehn punktreiche Jahre in der KHL bei Dinamo Riga und den Moskauer Clubs. Zur Corona-Saison 2020 stellten die Krefeld Pinguine den durchsetzungsfähigen Stürmer als Neuzugang vor, doch es war ein Jahr, in dem bei den Pinguinen nicht viel zusammenlief und am Ende weit abgeschlagen letzter der DEL war. Er kehrte zurück zu Dinamo Riga und spielte zuletzt in der Slowakei und der "lettischen Nationalliga" bei Zemgale, von wo aus ihn die Löwen jetzt in den Isarwinkel lotsen.Egal wo Martins Karsums unterwegs war, überall hat er abgeliefert und zuverlässig Tore geschossen, sowie vorbereitet. Die Löwen hoffen nicht nur durch die spielerischen Fähigkeiten einen Sprung nach vorne zu machen, sondern auch durch den neuen Impuls frischen Wind in die Kabine zu bringen. "Die Suche nach dem passenden Puzzlestück war wirklich unfassbar schwierig", erzählt Fabian Schlager. "Wir haben gefühlt die ganze Welt nach einem Spieler abgesucht, der unsere Anforderungen in dieser Situation erfüllt. Mit Martins haben wir schließlich den gefunden, den wir brauchen. Wir freuen uns jetzt auf einen zuverlässigen Scorer, der uns auch mit seiner Erfahrung aus seinen bisherigen Stationen sofort weiterhelfen wird. Er war bereits mehrfach Kapitän oder Assistenzkapitän seiner Mannschaft und hat im Eishockey Vieles erlebt und gesehen. Über 500 Spiele in der KHL mit 0,53 Punkte pro Spiel schafft man auch nicht mal eben so."
Martins Karsums ist der erste Lette, der ein Tölzer Trikot trägt und wird mit der Nummer 51 auflaufen. Ein Einsatz bereits morgen gegen Memmingen ist sehr wahrscheinlich.
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